Beobachtung & Dokumentation

 

„Beobachtung ist die Eingangstür zur pädagogischen Arbeit“ (Anne Heck, 2005)

 

Die Beobachtung des Kindes sehen wir in unserer Kita als eine zentrale Aufgabe unserer pädagogischen Arbeit. Sie ist Ausdruck unserer Achtung und Anerkennung dem Kind gegenüber. Unser Zusammenleben ist geprägt durch Betrachten, Acht geben und Kinder gut im Blick haben. Jedes einzelne Kind möchte gesehen werden. Es hat ein Recht darauf.

 

Unser Ziel ist es, zu erfassen, was einem Kind wichtig ist und wo es in seiner Entwicklung steht. Wir wünschen uns, das Kind besser kennen zu lernen und zu erfahren, wie es sich die Welt erschließt und über welche Stärken es verfügt. Wir sind stets bereit, unsere eigene Sichtweise vom Kind zu überprüfen. Beobachtungen sind uns wichtig, um mit den Kindern eine anregende Umgebung zu gestalten, pädagogische Handlungsstrategien zu entwickeln, Bildungsprozesse zu ermöglichen und pädagogisches Handeln zu reflektieren.

Beobachtung und Dokumentation ist ein uns ständig begleitender Prozess.

 

Dabei sind folgende Verfahren eingebunden:

  • Portfolio
  • Erlebnisordner
  • Lerngeschichten
  • Fotodokumentation
  • BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen)
  • Entwicklungstabelle nach Kuno Beller
  • Elterngesprächsprotokolle

 

Der Beobachtungsprozess wird in unserer Kita systematisch geplant und durchgeführt. Im Zentrum stehen dabei der enge Austausch und die Reflektion sowohl im pädagogischen Team als auch mit den Eltern.

 

Um die Beobachtungen festzuhalten und für andere zugänglich zu machen, müssen sie dokumentiert werden. Ziel ist es, wichtige Ereignisse, Entwicklungsschritte und Interessen des Kindes aufzuzeichnen.

Gemeinsam werden im Team die Beobachtungen sorgsam reflektiert, pädagogische Angebote entwickelt und die materielle und räumliche Umgebung angepasst.

 

Die Kinder werden entsprechend ihrer Entwicklung aktiv in den Prozess mit eingebunden. So werden z. B. Lerngeschichten mit ihnen gemeinsam geschrieben und Fotos dokumentiert und in einem persönlichen Erlebnisordner aufbewahrt. Dabei ist immer wieder zu beobachten, mit wie viel Freude und Stolz die Kinder ihr eigenes Handeln und Lernen betrachten und weitere Ideen entwickeln. Der Erlebnisordner ist für die Kinder stets zugänglich und ist Eigentum der Kinder.